Geschichte der K.D.St.V. Rupertia

Die Geschichte des CV’s in Regensburg beginnt bereits vor der offiziellen Gründung der Rupertia. Nach zwei Cartell-Versammlungen in Regensburg, 1904 und 1920, kamen Bestrebungen auf, eine CV-Verbindung in der Stadt ins Leben zu rufen. Daraufhin wurde unsere Mutterverbindung, die K.D.St.V. Ratisbona, am 11.05.1922 gegründet, noch bevor die katholisch-theologische Hochschule, die ihre Ursprünge in den jahrhundertealten und traditionsreichen Klosterschulen der Stadt hatte, 1923 offiziell zu einer Hochschule ernannt wurde. Aufgrund starken Nachwuchsmangels, sah sich die Verbindung Ratisbona gezwungen, 1930 nach München zu wechseln.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Philosophisch-Theologische-Hochschule schon am 15.11.1945 ihren Betrieb wieder auf und im folgenden Jahr wurden weitere Fakultäten eröffnet, um die zerstörten Fakultäten in anderen bayerischen Städten zu ersetzen. Etwa zur gleichen Zeit rief der Theologe Dr. Fleckenstein, der später zum ersten Ehrenmitglied der K.D.St.V. Rupertia ernannt werden sollte, die katholische Studentengemeinde ins Leben. Fleckenstein war es auch, der die Studenten Georg Lindner und Leo Bauer mit dem CV-Philisterzirkelvorsitzenden AH Elsen bekannt machte. Nach weiteren Treffen folgte der Entschluss, eine CV-Verbindung in Regensburg zu gründen. Diese sollte jedoch nicht den ursprünglichen Namen Ratisbona tragen und so wählte man den Hl. Rupert als Namenspatron, der diese Gegend im 7. Jahrhundert missioniert hatte.

Als Gründungsdatum gilt der 06.06.1947, an dem der Senior Georg Lindner feierlich die Gründungskneipe schlug. Ein weiterer wichtiger Schritt ward am 24.06.1947 getan, als beim Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Dr. Engert, das Gesuch der Genehmigung einging. Professor Engert, selbst KVer, legte beim Kultusministerium ein gutes Wort ein und so gab am 25.05.1948 auch die amerikanische Militärregierung ihre Einwilligung.
Die Regensburger CV-Verbindung Rupertia wurde aufgrund der Beschlüsse vom ersten großen CV-Tag im Juli 1947 in Eichstätt als solche anerkannt und auf der 64. CV in Mainz 1950 endgültig in den CV aufgenommen. Nach einer starken Anfangszeit, sah sich die Verbindung ab Herbst 1952 erheblichen Problemen ausgesetzt, Nachwuchs zu finden, da die medizinische Fakultät wieder nach München zurückverlagert wurde und es Theologiestudenten kurzzeitig nicht möglich war, Mitglied zu werden.



Doch bereits 1954/55 stand einer Aufnahme von Theologiestudenten nichts mehr im Wege und auch der etwaige Wechsel der Verbindung nach München war mit der Ankündigung, eine pädagogische Hochschule in Regensburg zu gründen, vom Tisch. Nach der Eröffnung der Universität Regensburg im Jahre 1967 entwickelte sich der Fuxenstall Rupertiae zu einem der größten im CV.
Ein weiteres wichtiges Ereignis war die Gründung der K.T.St.V. Pontana im TCV zu Regensburg am 17.05.1958, bei der Rupertia Pate stand. Nachdem sich 1963 zum Publikationsfest der Gothia Erlangen einige Ruperten und Aargauer kennen gelernt hatten, ist die K.Ö.St.V. Aargau zu Wien seit 1967 unsere Freundschaftsverbindung – eine Freundschaft, die auch heute noch sehr intensiv gepflegt wird.
Zum 25. Stiftungsfest 1972 bezogen wir unser erstes eigenes Haus am Petersweg 1. Anfang der 1990er Jahre kam es zum Umzug auf das „Auerhaus“, am Römling 12. Besonders bedeutend ist für uns die Ehrenmitgliedschaft von Papst Benedikt XVI., der als Prof. Joseph Kardinal Ratzinger am 10.02.1978 als Ehrenmitglied aufgenommen wurde.