Unser Haus Am Römling 12

Diese kleine Straße in der Altstadt – unweit vom Haidplatz - ist für die Regensburger CVer und hier besonders für uns Ruperten das Herzstück der Stadt, befindet sich hier doch das Rupertenhaus mit der Adresse: Am Römling 12.

Der Name der Straße hat sich im Laufe der jüngeren Zeit viele Deutungen erfahren. Ganz sicher nichts zu tun hat er wohl mit den Römern. Ein Familienname „Romär“, der in Regensburg öfter vorkam, wurde als Erklärung herangezogen. Am überzeugendsten ist wohl die Deutung über das Wort „Riemling“= schmaler Streifen. Tatsächlich gab es in unserer Straße ein Haus mit überaus schmaler Front, und in einer Urkunde aus den 14. Jahrhundert wird der Erwerb eines „Riemhauses“ in diesem Quartier bestätigt.

Das heutige Verbindungshaus der Rupertia war schon 1287 im Besitz des mächtigen und reichen Patriziergeschlechtes der Auer. Prominente Besucher der Stadt wohnten hier – so König Adolph von Nassau während des Reichstages von 1295. Und Friedrich Auer, ein Angehöriger eben dieses Geschlechts errang 1331 die Bürgermeisterwürde. Eine Leibgarde von 40 Gewaffneten – so wird berichtet – geleitete ihn von seinem Haus am Römling zur Kirche.(Die Straße hieß damals übrigens „Auerstraße“.) Seine Grenzenlose Herrschsucht und Willkür führten zu seiner Verbannung mit samt seiner ganzen Familie. Viele angesehene Namen von Regensburger Bürgern und auch die Stadt selbst waren in der Folgezeit Besitzer des „Auerhauses“. Der kaiserliche Prinzipalkommissär und Fürstbischof von Eichstätt, Marquard Schenk von Castell, hatte in diesem Anwesen seine Residenz; und hier verstarb er auch(1685).

Die Kapelle – dem hl. Thomas geweiht – gehört zu den bedeutenden Sakralbauten des 14. Jahrhundert. Sie hatte ursprünglich die unglaubliche Höhe von elf Meter. Das Rippengewölbe erinnert stark an englische Hochgotik. Konsolen, Kapitelle und Schlusssteine – alle in bestem Erhaltungszustand – erhöhen noch die kühle Pracht des Raumes. Als die freie Reichsstadt Regensburg zum Protestantismus übergetreten war, wurde die Thomaskapelle profaniert und fortan als

Kornschütte genutzt. Später

 

 
Stattliche Giebelhäuser mit romanischer Bausubstanz säumen die Straße – nur das Auerhaus mit seiner gotischen Kapelle und seinem Stufengiebel fällt durch seine Bauzier auf.

Die Kapelle – dem hl. Thomas geweiht – gehört zu den bedeutenden Sakralbauten des 14. Jahrhundert. Sie hatte ursprünglich die unglaubliche Höhe von elf Meter. Das Rippengewölbe erinnert stark an englische Hochgotik. Konsolen, Kapitelle und Schlusssteine – alle in bestem Erhaltungszustand – erhöhen noch die kühle Pracht des Raumes. Als die freie Reichsstadt Regensburg zum Protestantismus übergetreten war, wurde die Thomaskapelle profaniert und fortan als Kornschütze genutzt später wurde ein Kreuzgratgewölbe eingezogen und somit eine Erdgeschossraum gewonnen, der heute an eine Spaghetteria verpachtet ist. Der obere Raumteil, der trotz Höhenverringerung eine großartige Wirkung hat, dient der Rupertia als Kneip- und Festsaal.

Im Jahr 1991, als Rupertia auf der Suche nach einem Verbindungshaus für das zu klein gewordene Verbindungsheim am St. Petersweg war wurde das Auerhaus zum Kauf angeboten. Mit einem soliden Finanzierungskonzept wurde am 22. Februar 1992 der Beschluss zum Kauf des Anwesens gefasst. Bereits am 22. April 1992 konnte das erste Rupertentreffen auf dem Haus stattfinden.

Im Sommersemester 2005 wurde ein weiterer Beschluss in die Tat umgesetzt: der Bau einer Dachterrasse. Doch dieses Bauvorhaben konnte nur mit der Generalsanierung der darunter befindlichen Buden realisiert werden.

Nicht weniger erwähnenswert bleibt die Unterstützung durch die Altherrenschaft sowie die tatkräftige Zusammenarbeit der Aktivitas während der gesamten Umbaumaßnahme. Mit einer Weihung durch unseren AH Spitzner wurde die Dachterrasse am 01. Juli 2005 offiziell seiner Bestimmung übergeben.

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